Manifesto for Apes and nature

HOME Tell Your Friends
Full text in different languages
 
Manifest für die Menschenaffen und die Natur

 

Full text

Authors & Officials

Signatories

Links

Sign the manifesto

Contact

 

Die tropischen Regenwälder verschwinden mit einer rasanten Geschwindigkeit und mit ihnen die letzten noch existierenden Menschenaffenpopulationen. Unter Spezialisten ist man sich einig: wenn wir nichts unternehmen, wird es Mitte des 21. Jahrhunderts keine Gorillas, Schimpansen und Bonobos mehr geben. Die Situation der Orang-Utans ist sogar noch dramatischer. Schon in zwanzig Jahren könnten diese nur noch in Zoos anzutreffen sein.

Es ist heute dringend notwendig, aktiv zu werden, um diesen Ökozid zu stoppen! Die Rettung der Menschenaffen ist zugleich auch die Rettung der tropischen Regenwälder, eines Ökosystems, das für unseren Planeten unverzichtbar ist. Das rasante Verschwinden dieser Wälder, welches das Ergebnis eines hemmungslosen Raubbaus ist, gefährdet nicht nur das Überleben dieses Ökosystems und seiner damit verbundenen Artenvielfalt, sondern auch der von ihr abhängigen einheimischen Bevölkerung und bringt außerdem enorme Probleme für die Umwelt mit sich. Die Abholzung des Regenwaldes ist heute eine der Hauptursachen der Treibhausgasemission und somit der Klimaerwärmung. Mit dem Verschwinden des tropischen Regenwaldes wird daher unausweichlich auch das Verschwinden des Homo sapiens sapiens, des modernen Menschen, eingeleitet. Die Zeit ist gekommen, um zu reagieren und um zu handeln ... bevor es zu spät ist!

Wir, Bewohner der Erde, verlangen von unsereren Regierungen und internationalen Instanzen, den Schutz der Primaten zu ihrer obersten Aufgabe zu machen und alles zu unternehmen, um

  1. eine nachhaltige und gegenüber der Umwelt respektvolle Bewirtschaftung der tropischen Regenwälder, dem Lebensraum der Menschenaffen, durchzusetzen
  2. den Import von Tropenhölzern zu verbieten, die nicht von Unternehmen stammen, welche respektvoll gegenüber der Umwelt gemäß den FSC-Kriterien handeln
  3. beizutragen, einen umweltfreundlichen und gegenüber der lokalen Bevölkerung respektvollen Bergbau (bzw. Abbau von Erdöl, Diamanten, Koltan, Eisen, ...) umzusetzen
  4. die Wilderei zu stoppen und den damit verbundenen ‘Buschfleischhandel’ und Verkauf von jungen Primaten als ’Unterhaltungstiere’ zu unterbinden
  5. strenge Kontrollen der Punkte 2, 3 und 4 dieses Manifests bei Unternehmen durchzuführen, die in den Tropen aktiv sind und insbesondere bei den Unternehmen, die ihren Sitz in unseren industrialisierten Ländern haben
  6. ausreichend finanzielle Mittel zur Durchsetzung der Punkte 1 bis 5 zur Verfügung zu stellen, insbesondere durch die Initiierung nachhaltiger Waldbewirtschaftungsprojekte mit der lokalen Bevölkerung.

Neuchâtel (Schweiz), 4.4.2008

 

 

 
 
   
 
This site is managed by SORBUS